Netzwerkgründung

Die Akquisition der Unternehmen erfolgt einerseits über Informationsveranstaltungen, aber auch durch Einzelansprachen. Sehr erfolgreich ist die Gründung, wenn der Netzwerkträger auf bestehende Strukturen (z. B. Umweltarbeitskreise, Vertriebsstrukturen, bestehende Kundenkontakte) aufbauen kann.

Netzwerkarbeit in Energieeffizienz-Netzwerken nach dem LEEN-Standard

Die teilnehmenden Unternehmen erhalten eine Reihe von Dienstleistungen von dem geschulten energietechnischen Berater und dem für die Netzwerk-Arbeiten ausgebildeten Moderator. Dieses Team steht den teilnehmenden Unternehmen während der gesamten Laufzeit eines Netzwerkes zur Verfügung.

  • Die Initialberatung wird durch den energietechnischen Berater, nach entsprechender Vorbereitung vor Ort, im Unternehmen durchführt. Dabei werden die wesentlichen Energieverbraucher und ihre Verluste sowie konkrete Ansatzpunkte zur Energie-effizienzsteigerung identifiziert und bewertet. Der Schwerpunkt der Beratung liegt auf den Querschnittstechnologien.
  • Die Ergebnisse der Initialberatungen (Maßnahmenübersicht und Maßnahmenbeschreibungen im Bericht) bilden die Grundlage für die Energieoptimierung. Jedes Unternehmen entscheidet selbst, welche Maßnahmen und wann diese umgesetzt werden.
  • Die einzelnen betrieblichen Zielvorstellungen werden vom Netzwerkteam zusammengeführt, um ein netzwerkweites Energieeffizienz- und CO2-Reduktions-Ziel festzulegen. Diese Ziele werden auf einem Netzwerktreffen von den Energieverantwortlichen formal beschlossen. Zentrales Element der Netzwerkarbeit sind die meist vier Mal jährlich stattfindenden Netzwerktreffen („Energieeffizienztische“). Diese bereitet der Moderator vor und moderiert sie. Der geschützte Rahmen der Treffen ist Grundlage für einen intensiven und offenen Erfahrungsaustausch.
  • Die Unternehmen werden begleitend beraten, zum Beispiel bei Fragen zur Umsetzung sowie zur Förderung und Finanzierung der Maßnahmen.
  • Jährlich findet eine Erfolgskontrolle anhand eines standardisierten Monitoring-Verfahrens für jedes einzelne Unternehmen statt. Ebenso wird ein gemeinsamer Statusbericht zum Fortgang in allen Unternehmen erstellt, um den erreichten Stand des Energieeinspar- und CO2-Reduktionsziels festzustellen. Dieses Monitoringverfahren ist wie der Initialberatungsbericht und seiner Maßnahmenliste nach ISO 50001 auditierfähig.
  • Zum vertiefenden Know-How-Transfer und Erfahrungsaustausch der teilnehmenden Betriebe sind regelmäßig moderierte Treffen von Kleingruppen zu bestimmten Themen möglich. Ebenso finden netzwerk-übergreifend regional Netzwerkdialoge statt sowie einmal jährlich ein Prozesstechnik-Forum.

Qualitäts- und Projektmanagementsystem mit standardisierten Tools

Im Rahmen des Projekts „30 Pilot-Netzwerke“ wurden elektronische Berechnungshilfen für Energieeffizienz-Investitionen entwickelt. Mit dem LEEN-Managementsystem können nur Moderatoren und energietechnische Berater arbeiten, die in einer speziellen Schulung mit der Anwendung der einzelnen Komponenten vertraut gemacht wurden und über ein entsprechendes Zertifikat verfügen. Sie nehmen regelmäßig an Weiterbildungen teil und gewährleisten damit, dass ein gleichbleibender Qualitätsstandard eingehalten wird.

Energieeffizienz-Netzwerke