Pumpensysteme

Energieeffiziente Pumpensysteme

Pumpensysteme bieten ein hohes Einsparpotential: Die "Leuchttürme energieeffizienter Pumpensysteme" zeigen, dass durch eine Optimierung des Gesamtsystems Pumpe zwischen 18 und 90 % des Energiebedarfs von Pumpen eingespart werden können.

Leuchttürme energieeffizienter Pumpensysteme

Dank einer Energieberatung konnten sechs Unternehmen den Energiebedarf ihrer Pumpensysteme um bis zu 90 Prozent senken und wurden so zu "Leuchttürmen energieeffizienter Pumpensysteme“.

Sechs ausgesuchte Unternehmen, bei denen die Pumpensysteme einen wesentlichen Anteil am Stromverbrauch aufweisen, erhielten eine Beratung zur energetischen Optimierung.

Die Ergebnisse der durchgeführten Analysen zeigen, dass sich eine Energieeffizienzsteigerung unabhängig von der Branchenzugehörigkeit und der Größe des Unternehmens auszahlt. So sind in den untersuchten Unternehmen Einsparpotenziale zwischen 18 und 90 Prozent realisierbar, wenn das Gesamtsystem „Pumpe“ optimiert wird. Die Höhe der Potenziale ist dabei von den individuellen Prozessparametern im Unternehmen abhängig.

Hohe Rendite durch Energieeffizienz.

Das entscheidende Kriterium für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen ist ihre Wirtschaftlichkeit. Die im Rahmen der Leuchtturmprojekte erarbeiteten Maßnahmen überzeugen mit hohen Kapitalrenditen zwischen 31 und mehr als 100 Prozent.

Komponenten für den Erfolg einer Energieeffizienzberatung

  • Für den Energieverbrauch einer Anlage und damit auch eines Pumpensystems ist der Gesamtwirkungsgrad entscheidend. Bei der Planung von Energieeffizienzmaßnahmen werden die einzelnen Komponenten einer Anlage in Bezug auf die Optimierung des Gesamtsystems betrachtet.
  • Eine der wichtigsten Möglichkeiten zur Maßnahmenbewertung ist es, diese in Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit zu analysieren. Neben den klassischen Wirtschaftlichkeitsberechnungen (Amortisationszeit und Kapitalrendite) lohnt es sich die Lebenszykluskostenanalyse zur Bewertung von Energieeffizienzmaßnahmen heranzuziehen. Bei dieser werden zum Beispiel die Lebensdauer der Anlage und der Energieverbrauch über diesen Zeitraum mitberücksichtigt.

Systemansatz

Beim Systemansatz wird das Pumpensystem als Gesamtsystem verstanden, in dem alle Komponenten ein funktionierendes Ganzes ergeben. Dabei bilden Frequenzumrichter, Elektromotor, Getriebe, Pumpe und Rohrleitung, sowie das Mess- und Regelsystem zusammen das Pumpensystem.

Maßnahmen zur energetischen Optimierung müssen für jedes Pumpensystem individuell entwickelt und wirtschaftlich bewertet werden. Dazu muss das System zunächst im Hinblick auf die Bedarfsparameter (Druck, Volumen, Temperaturniveau, usw.), die vorhandenen Betriebsparameter und die Systemkomponenten analysiert werden.

Ein weiterer Teil der Erarbeitung einer Energieoptimierung ist die Feinabstimmung aller Komponenten und deren Zusammenspiel. So kann man Schritt für Schritt den bestmöglichen Gesamtwirkungsgrad eines Systems und so den effizientesten Energieeinsatz bestimmen. Wichtige Bausteine einer solchen Optimierung sind hocheffiziente Komponenten wie etwa Hocheffizienzmotoren. Neben dem sinkenden Energieverbrauch bieten energieoptimierte Pumpensysteme höhere Laufzeiten und eine steigende Verfügbarkeit der Anlagen. Durch geringere mechanische Belastung sinken auch die Wartungskosten.

Die Beispiele abgeschlossener Projekte beweisen die Vorteile des Systemansatzes bei der Optimierung von Pumpensystemen.

Lebenszykluskosten

Mit Hilfe der Lebenszykluskostenanalyse können alle direkt oder indirekt durch eine Investitionsentscheidung beeinflussten Kosten über die gesamte Lebensdauer einer Anlage aufgezeigt werden. Hierzu zählen Investitionen und Gesamtenergiekosten der Anlage sowie die Wartungs-, Instandhaltungs- und Entsorgungskosten.

Um die Wirtschaftlichkeit der geplanten Investitionen zur Energieeffizienzsteigerung genau bewerten zu können, müssen die verschiedenen Kostenarten eines Pumpensystems über seinen gesamten Lebenszyklus betrachtet werden. Diese Betrachtung ergibt, dass die Energiekosten mit 40 bis 80 % den größten Kostenanteil ausmachen, häufig gefolgt von den Instandhaltungskosten. Auf die Anschaffungskosten entfallen dagegen meist nur etwa zehn Prozent der Lebenszykluskosten.

Diese Kostenverhältnisse verdeutlichen die Relevanz der Energiekosten als Entscheidungsparameter bei der Systemauswahl: Geringere Betriebskosten und der maschinenschonende Betrieb der Anlagen durch die Optimierung des Gesamtsystems sorgen nicht nur für einen schnellen Rückfluss der Investitionen, sondern für fortlaufende Einsparungen über die gesamte Lebensdauer der Anlage.