Staatliches Förderprogramm für Energiemanagementsysteme

Die Bundesregierung fördert die Zertifizierung von Energiemanagementsystemen in Organisationen. Aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ fließen Zuschüsse auch in die Anschaffung erforderlicher Hard- und Software sowie in Beratungs- und Weiterbildungsmaßnahmen.

 

Mit der „Richtlinie für die Förderung von Energiemanagementsystemen vom 18. März 2015“ ergänzt die Bundesregierung die bestehenden Instrumente Spitzenausgleich (§10 Stromsteuergesetz und §55 Energiesteuergesetz) und Reduzierung der EEG-Umlage (§40 EEG). Mit der Administration des Förderprogramms wurde das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beauftragt.
Was wird gefördert?

Das Programm berücksichtigt sechs Fördergegenstände mit jeweils unterschiedlichen Förderbedingungen:

  • Die Erstzertifizierung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001.
  • Die Erstzertifizierung eines Energiecontrollings nach den Anforderungen der Anlage 2 der SpaEfV.
  • Den Erwerb von Mess-, Zähler- und Sensortechnologie für Energiemanagementsysteme.
  • Den Erwerb von Software für Energiemanagementsysteme.
  • externe Beratung zur Entwicklung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines Energiemanagementsystems (Förderung 60 %, maximal 3.000 Euro).
  • Schulung der Mitarbeiter zum Energiebeauftragten / Managementbeauftragten für ein Energiemanagementsystem (Förderung 30 %, maximal 1.000 Euro).

 

Wie wird gefördert?

Bei der Förderung handelt es sich um einen anteiligen Zuschuss zu den förderfähigen Ausgaben des Unternehmens.  Die Höhe der bewilligten Zuwendung beträgt:

  1. Für die Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 maximal 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 6.000 Euro.
  2. Für die Erstzertifizierung eines Energiecontrollings maximal 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 1.500 Euro.
  3. Für den Erwerb von Messtechnik für Energiemanagementsysteme maximal 20 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 8.000 Euro.
  4. Für den Erwerb von Software für Energiemanagementsysteme maximal 30 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 4.000 Euro.
  5. Für die externe Beratung zur Entwicklung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines Energiemanagementsystems maximal 60 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und  maximal 3.000 Euro.
  6. Für die Schulung eines Mitarbeiters zum Energiebeauftragten / Managementbeauftragten für ein Energiemanagementsystem maximal 30 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und  maximal1.000 Euro.

Die Gesamtsumme der Zuwendungen ist auf maximal 20.000 Euro pro Unternehmen innerhalb eines Zeitraums von 36 Monaten beschränkt.

Wer wird gefördert?

Grundsätzlich sind alle Unternehmen mit ihrem Sitz oder einer Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland antragsberechtigt. Nähere Informationen zur Antragsberechtigung sind in Ziffer 3.2 der Förderrichtlinie beschrieben.
Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, die die Reduzierung der EEG-Umlage nach §63 ff. EEG in Anspruch nehmen und zum Nachweis einer Zertifizierung verpflichtet waren (Stromverbrauch größer 5 GWh) oder den Spitzenausgleich erhalten haben.
Eine Ausnahme gilt für kleine und mittlere Unternehmen: habe sie den Spitzenausgleich erhalten, sind sie für eine Förderung einer Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 dennoch antragsberechtigt

Wie wird die Förderung beantragt?

Förderanträge können seit dem 15.08.2013 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im elektronischen Antragsverfahren eingereicht werden.