Idee der Roadshow Energieeffiziente Straßenbeleuchtung

Mehr als neun Millionen Lichtpunkte betreiben die deutschen Kommunen, um die Sicherheit und Lebensqualität auf ihren Straßen und Plätzen zu gewährleisten. Die Kosten für diese Straßenbeleuchtung werden bundesweit auf 840 Millionen Euro im Jahr geschätzt. Rund 300 Millionen Euro der aufgewendeten Stromkosten lassen sich durch eine Modernisierung pro Jahr einsparen.

Trotz vieler Modellprojekte und erfolgreicher Modernisierungen ist der Bestand an ineffizienten Lampen nach wie vor hoch. Der technische Zustand der Straßenbeleuchtung wird von 51 Prozent der Kommunen als modernisierungsbedürftig eingeschätzt.


Umfrage zur kommunalen Straßenbeleuchtung

2011/12 führte die Initiative EnergieEffizienz eine bundesweite Umfrage unter mehr als 1.000 Gemeinden zum Thema Straßenbeleuchtung durch. Dabei wurden umfassende Informationen unter anderem zum Zustand der Straßenbeleuchtung, zu den Betreibermodellen, eingesetzter Technologie und zu Einsparpotenzialen erhoben. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass der größte Sanierungsbedarf in Gemeinden besteht, die ihre Beleuchtungsanlagen teilweise oder vollständig in Eigenregie bewirtschaften. Gefragt nach den häufigsten Hemmnissen, nannten Kommunen fehlende Finanzierungsmöglichkeiten an erster Stelle (72 %) – vor geringer Priorisierung im Vergleich zu anderen Bauvorhaben (70 %) oder zu geringen Einsparpotenzialen (42 %).

Argumente für eine energieeffiziente Straßenbeleuchtung

Über die Jahre sind im Bereich der Straßenbeleuchtung eine Vielzahl unterschiedlicher Technologien entwickelt worden und zum Einsatz gekommen. Die Effizienz der Systeme hat sich kontinuierlich verbessert: Durch den Einsatz energieeffizienter Leuchtmittel wie beispielsweise LED und intelligenter Lichtsteuerungssysteme könnten in Deutschland rund 40 % der Stromkosten für die Beleuchtung von Straßen, Parkplätzen, Fußgängerzonen und öffentlichen Plätzen eingespart werden. Argumente für eine energieeffiziente Straßenbeleuchtung sind unter anderem:

  • Eine Modernisierungsentscheidung stellt langfristig die Weichen für eine Entlastung des kommunalen Haushalts.
  • Chancen zur Verbesserung des Stadtbilds durch neue Technologien.
  • Ein relevanter Beitrag zum Klimaschutz.
  • Bei hohem Energieeinsparpotenzial amortisieren sich Investitionen schnell.
  • Energieeffizienzsteigerungen auch bei bestehenden Leuchten möglich.

Roadshow informiert Kommunen vor Ort

Um möglichst vielen Kommunen in Deutschland die komplexe Thematik zu erläutern, hat die dena gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Institutionen die Informations- und Kommunikationskampagne „Roadshow Energieeffiziente Straßenbeleuchtung“ gestartet.

Die Auftaktverstanstaltung zur Roadshow Energieeffiziente Straßenbeleuchtung fand am 26.06.2014 in Wuppertal statt. Bis Ende 2015 führte die Roadshow insgesamt 10 Regionalveranstaltungen im gesamten Bundesgebiet durch, um kommunale Vertreter über praxisnahe Modernisierungswege, bewährte Technologien sowie nachhaltige Planungs- und Finanzierungsaspekte zu informieren. Für 2016 sind weitere fünf regionale Fachveranstaltungen geplant. Das Format setzt neben dem Wissenstransfer auf den direkten Dialog zwischen Kommunen, Fachexperten und auf Beleuchtungstechnologien spezialiserte Unternehmen in entsprechenden Fachforen. Begleitet werden die Veranstaltungen von einer Fachausstellung, einem umfangreichen Onlineinformationsangebot und einem bundesweiten Beratungsnetzwerk.

Die „Roadshow Energieeffiziente Straßenbeleuchtung“ wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Landkreistag und der KfW Bankengruppe realisiert. Engagierte Unternehmen unterstützen das Projekt im Rahmen einer Partnerschaft, zu ihnen zählen AEC Illuminazione GmbH, Cariboni Lite Srl u.s. | Fivep Spa, HELLA KGaA Hueck & Co., Philips GmbH, Siteco Beleuchtungstechnik GmbH, Swarco GmbH und die Trilux Vertrieb GmbH.

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